Tag des offenen Denkmals: Die Rodenburg: Ein zentraler Ort der Mendener Geschichte
Wie immer am zweiten Wochenende im September findet europaweit der „Tag des Denkmals” statt. In diesem Jahr beteiligt sich die Stadt Menden mit zwei Objekten daran: mit Führungen in dem restaurierten Schmarotzerhaus durch die Leiterin des Museums, Frau Jutta Törnig- Struck, und einem sehr beliebten Denkmal der Mendener, nämlich der Rodenburg.
Während die Teilnahme beim Schmarotzerhaus nur mit vorab reservierter Eintrittskarte möglich ist, erwartet die Untere Denkmalbehörde, Frau Ulrike Lischka, und der Bodendenkmalpfleger, Herr Antonius Fricke, spontane Besucher, ohne Voranmeldung.
Treffpunkt ist am 12.09. um 15.00 am Parkplatz des Hallenbades, von wo aus man sich gemeinsam auf den kurzen „Anstieg” zur Burgruine machen wird. Wer lieber direkt zur Burgruine kommen möchte, kann auch den Zuweg über das Schützenheim am Hünenköpfchen nehmen.
Der Ort, von dem aus Ritter Goswin versuchte, einen kleine unabhängige Herrschaft etwa in der Größe des Gebietes der Stadt Menden aufzubauen, ist eigentlich allen Mendenern bekannt. Fußläufig in einem kurzen Abstecher am Abstiegsweg vom Prozessionsweg oder vom Hexenteich über Braukmann´s Wiese zu erreichen, hat die romantische Lage auf einem Felssporn im Wald immer schon die Fantasie angeregt. Das Schicksal der Burg begleitet uns bereits bei den ersten Ritter- und Burgengeschichten in Kindergartenzeiten, ist Teil des heimatkundlichen Unterrichts in den Grundschulen und nicht zuletzt dank der vielen Denkanstöße von Heimatforscher Heinz Hammerschmidt immer mit Interesse betrachtet worden.
Wir wollen nicht nur Geschichte erklären, was tatsächlich vorhanden und verlorengegangen war oder als Fund im städt. Museum zu betrachten ist, sondern wir wollen „Geschichten” zur Rodenburg hören und vielleicht auch aufschreiben. Wer erinnert sich noch an Wandertage zur Ruine, oder gar als Zeitzeuge an die Jahre um 1950, als Teile der Burg durch engagierte Bürger wieder mit vorhandenen und fremden Steinen nachgebaut wurden? Existiert die Geschichte von der nur rund fünf Jahrzehnte kurzen Besiedlung vielleicht in Sagen oder Märchen weiter? Manche Geschichten sind möglicherweise über Generationen beharrlich weitergegeben worden; es wäre schön, diese auch anderen Interessierten mitzuteilen. Dazu besteht am Denkmaltag an der Rodenburg dann ausreichend Zeit und Gelegenheit.
















[...] konnten wir die Ruine nicht in Ruhe genießen da zum gleichen Zeitpunkt auch eine Führung dort [...]