Frieda Braun und die Titanic Boygroup im SCARAMOUCHE

3. September 2010 | Aus den Vereinen | Von (Pressemitteilung/Lesermeinung)

Katastrophen Kultur präsentiert neues Halbjahres-Programm.
Die Katastrophen Kultur freut sich über eine gelungene Mischung aus durchaus „spektakulären“ Gastauftritten und Eigeninszenierungen, die bis Anfang 2011 im Zimmertheater unter dem Hallenbad zu sehen sind.

Kirsten Ullrich-Klostermann

Kirsten Ullrich-Klostermann

Ganz unspektakulär startet das Programm aber mit einem Theaterworkshop „Schauspieltraining und Improvisation“ unter der Leitung von Kirsten Ullrich-Klostermann. Der Aufbaukurs für Darsteller mit Spielerfahrung findet am 11. und 12. September statt. Der Wochenendworkshop soll den kreativen Prozess des Schauspielens erforschen. Wie lassen sich Charaktere auf der Bühne gestalten und erfinden, wie lässt sich die eigene Darstellungsfähigkeit und die Verwandlung in eine fremde Figur auf der Bühne verbessern. Dozentin Kirsten Ullrich-Klostermann ist freie Dramaturgin, Theaterpädagogin und Regisseurin.
Der Teilnahmebeitrag für Nichtmitglieder beläuft sich auf € 40,–. Anmeldung unter info@katastrophenkultur.de oder 396583 (Wiedemann).

Frieda Braun

Frieda Braun

Nicht das erste Mal im Zimmertheater, und immer wieder gerne gesehen: Frieda Braun ist im „Sammelfieber“ und präsentiert ihr aktuelles Programm am 9. Oktober um 20.30 Uhr im SCARAMOUCHE. Mütterlich, unerschrocken und bauernschlau nimmt Frieda die Zuschauer/ innen unter ihre Fittiche – ob diese das wollen oder nicht. In „Sammelfieber“ plant die gewitzte Sauerländerin mit ihren Freundinnen einen Wohltätigkeitsbasar und ist deshalb auf der Suche nach Sachspenden. Schnell stellt sich heraus, dass der Beutezug nicht immer mit legalen Mitteln geführt wird. So beweist ausgerechnet die kirchlich engagierte Kollekten-Agga beim gemeinsamen Ausflug nach Hamburg ein robustes Maß an krimineller Energie.

Friedas Erzählungen sind geprägt von komischen Begebenheiten, merkwürdigen Charakteren und queren Gedanken. Warum Rudis Jagdhund seine neue Frisur dem Ökostrom vom Nachbargrundstück verdankt, wie Brunos Geburt sein Leben als eingebildeter Kranker geprägt hat und wieso das neue Wasserbett für neue Perspektiven im Schlafzimmer sorgt – alles das verrät Frieda in „Sammelfieber“. Für ihre mitreißende Mimik und ihren Sprachwitz wurde Karin Berkenkopf alias Frieda Braun 2009 mit dem Dattelner Kleinkunstpreis ausgezeichnet.

Die TITANIC BOYGROUP

Die TITANIC BOYGROUP

Das Highlight der Saison: Die TITANIC BOYGROUP feiert 30 Jahre Titanic. Jede zehnte TITANIC-Ausgabe ist indiziert, der 30-jährige Pointenterror des legendären Satiremagazins kostete Unsummen an Schmerzensgeld und beendete zahllose Karrieren. Vor allem die der drei ehemaligen Chefredakteure Oliver Maria Schmitt, Martin Sonneborn und Thomas Gsella. Sie rieben sich auf im Kampf gegen Staatsanwälte und Richter, gegen Helmut „Birne“ Kohl, Kurt „Bestie“ Beck und Helmut „Ficken“ Markwort, gegen Johannes „Prionenklumpen“ Rau, gegen „Klorollen“-Jesus und Björn „Badewanne“ Engholm. Kommen Sie, so lange es noch legal ist! Sehen, hören und erleben Sie Schröder und Lafontaine am TITANIC-Partytelefon, Schmiergeldaktionen mit Fifa- und CDU-Funktionären! Beobachten Sie aus sicherer Entfernung die drei Ex-Chefs mit ihrem brandneuen Jubiläumsprogramm und einer hochkomplexen PowerPointenPräsentation.
Genießen Sie unverschämte „Briefe an die Leser“, abstoßende Polit-Aktionen, charmante Pöbeleien, feigen Telefonterror gegen die Zone, vollständige Gedichte und halblustige Witze. Ein Lachereignis der verschärften Exzellenzklasse für Sie und Ihre nächsten Angehörigen! Garantiert bald verboten!
Zu sehen ist die Titanic Boygroup am 30. Oktober um 20.30 Uhr (12,–) im SCARAMOUCHE.

Draußen vor der Tür

Draußen vor der Tür

Am 5. November feiert „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert in einer Inszenierung von Flöry Hacke Premiere im SCARAMOUCHE. Im Zentrum der Handlung steht der deutsche Kriegsheimkehrer Beckmann, dem es nach dreijähriger Kriegsgefangenschaft nicht gelingt, sich wieder ins Zivilleben einzugliedern. Während er noch durch die Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs geprägt ist, haben seine Mitmenschen die Vergangenheit längst verdrängt. Auf den Stationen seiner Suche nach einem Platz in der Nachkriegsgesellschaft richtet Beckmann Forderungen nach Moral und Verantwortung an verschiedene Personentypen, Gott und den Tod. Am Ende bleibt er von der Gesellschaft ausgeschlossen und erhält auf seine Fragen keine Antwort.

„Du. Mann an der Maschine und Mann in der Werkstatt. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst keine Wasserrohre und keine Kochtöpfe mehr machen – sondern Stahlhelme und Maschinengewehre, dann gibt es nur eins: Sag NEIN!“

Borchert wurde 1921 in Hamburg geboren und wuchs dort auch auf. 1941 wurde Borchert für den Krieg eingezogen und an die Ostfront geschickt. An der Front zog er sich schwere Verwundungen und Infektionen zu. Mehrfach wurde er wegen Kritik am Regime des Nationalsozialismus und so genannter Wehrkraftzersetzung verurteilt und inhaftiert. 1945 kehrt er als Kriegsheimkehrer nach Hamburg zurück. Er arbeitete eine kurze Zeit am Theater musste sich dann jedoch seiner Krankheit stellen. Ans Bett gefesselt beginnt er mit den Arbeiten an seinen Erzählungen. Wegen seiner schweren Krankheit wird Borchert in die Schweiz nach Basel verlegt. Hier entsteht unter anderem „Draußen vor der Tür“ – in nur 8 Tagen. Am 20. November 1947 stirbt Wolfgang Borchert in Basel, einen Tag vor der Uraufführung seines Stückes, im Alter von nur 26 Jahren.

„Draußen vor der Tür“ feiert am 5. November um 20.30 Uhr Premiere, weitere Aufführungen sind am 6., 12. und 13. November jeweils um 20.30 Uhr.

Und was wäre diese Weihnachtszeit ohne das katastrophale „Trio“ Snowman, Weihnachtsmatinee und Weihnachtsinszenierung:

The Snowman

The Snowman

The Snowman
“It was a cold, cold winters night, in a cottage in the country tucked away beneath the hills a little boy lay sleeping …”
Mit diesen Worten beginnt alle Jahre wieder für Kinder jeden Alters die Einstimmung auf das Weihnachtsfest. Seit mehr als 10 Jahren erleben die Kinder die Geschichte des kleinen Jungen, der mit einem Schneemann Freundschaft schließt und einige Abenteuer erlebt. Denn der Schneemann im Garten seiner Eltern kann nicht nur gehen, sondern auch tanzen und sogar fliegen. Martin Smith zaubert mit dem unverzichtbaren Weihnachtskuchen, Girlanden, Geschenken und natürlich einem Tannenbaum die britische Weihnacht auf die Bühne. Der englische Text dieses Klassikers nach einem Kinderbuch von Raymond Briggs wird durch Gesten, Lieder und Dias begleitet. Somit ermöglicht er einen leichten Zugang zur englischen Sprache, die hier durch den in der Nähe von Birmingham geborenen Darsteller hörbar wird. Echte Fans sind jedoch Erwachsene, die die Aufführung jedes Jahr besuchen. Die Texte stehen Interessierten bereits im Vorfeld der Aufführung auf Wunsch zur Verfügung. Dafür bitte mit Martin Smith Kontakt aufnehmen. Der Snowman ist zu bewundern am Sonntag, 12. Dezember um 17 Uhr im SCARAMOUCHE.

Am 25. Dezember findet um 11 Uhr die traditionelle Weihnachtsmatinee statt der Eintritt ist frei. Um 20.30 Uhr hebt sich der Vorhang zur Premiere der Weihnachtsinszenierung. Dazu wird noch nichts verraten, weitere Informationen folgen.

„Ein tolles Programm, besonders freuen wir uns über den Auftritt der Titanic Boygroup“ so Vorsitzender Jörg Wiedemann. Auch die Inszenierung von „Draußen vor der Tür“ mache den Verein sehr stolz, da es eine Eigeninszenierung ist, ein lang gehegter Traum von Flöry Hacke, den sie nun als Regisseurin realisiert.

Der Kartenvorkauf hat begonnen, für alle Veranstaltungen sind Karten bei den Vorkaufstellen Buchhandlung Daub, Buchhandlung Kissing, Cafe Echt und „Die Rille“ erhältlich.

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