Grüne: Enttäuschendes Ergebnis der KJHA-Sitzung am 26.08.2010
Die Bilanz, die man aus den Ergebnissen des Kinder- und Jugendhilfeausschusses ziehen muss, ist enttäuschend und bedauernswert.
Natürlich erfordert die Haushaltslage unangenehme Entscheidungen, die letztendlich alle schmerzen werden.
Allerdings wundert es mich, dass gerade in dem so wichtigen Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, der erst vor kurzem schon ca. eine Million einsparen musste, von CDU und FDP kampflos so wichtige Einrichtungen wie Jugendtreffs aufgegeben werden sollen. Und dies, wo sich doch immer alle Fraktionen und Parteien damit rühmen, dass Kinder und Jugendliche ihnen so ungeheuer wichtig seien und man hier als allerletztes sparen dürfe.
Neben der Aufgabe des Treffs Platte Heide, der zurzeit im Mittelpunkt der Berichterstattung steht, ist auch die Schließung der Kinderkluse, die in ihrem Stadtteil kaum wegzudenkende Arbeit leistet, unverantwortlich. Ebenfalls sollen diejenigen, die für diese Empfehlung an den Rat gestimmt haben, den Jugendlichen der Anlaufstelle Am Papenbusch erklären, warum diese ausgerechnet die Räumlichkeiten verlassen soll, die sich die Jugendlichen durch sehr viel lobenswertes Engagement und Eigenarbeit gerade erst zurechtgemacht und eingerichtet haben.
Dies macht mich besonders traurig im Angesicht der Tatsache, dass sich in der Ausschusssitzung nach einer Weile zeigte, dass es durchaus Ideen und Lösungswege gibt, um alle Angebote in den Jugendtreffs zu erhalten..
Dies ist natürlich keine leichte Aufgabe und setzt den absoluten politischen Willen hierzu voraus. Letztendlich müssen sich jede Kommunalpolitikerin und jeder Kommunalpolitiker fragen, welchen Stellenwert die Jugendangebote und die Jugendförderung für sie/ihn haben. Wenn dieser wirklich so hoch wäre, wie alle Parteien immer behaupten, dann hätten auch CDU und FDP Interesse an einer Lösung zeigen müssen, bei der alle Treffs in vollem Umfang erhalten werden.
Dafür, dass es ihnen ja so sehr Leid tut, haben die Ausschussmitglieder dieser Fraktionen jedenfalls sehr schnell ihre Hände für die Schließungen gehoben.
Michel Krause
Grüne Menden, 2. Vorsitzender















