Premierenfahrt vom Bahnhof Menden
„Wie bitte, sind wir schon in Hemer? So schnell geht das?” war vielfach die Reaktion der Premierenfahrer, die am frühen Abend des 1. Mai in Menden in den Zug nach Hemer gestiegen waren. Die Fahrt mit dem Auto dauert nicht nur länger, sie ist für die meisten auch deutlich stressiger. Sehr entspannt hingegen verlief die 1. Mai-Fahrt, die die Mendener Grünen allen Interessierten spendiert hatten. In Menden hatte die erste Fahrt nach der Instandsetzung der Strecke weniger Aufmerksamkeit erregt. In Hemer wurde der Zug nicht nur von zahlreichen Fotografen empfangen, auch viele Bürger und Mitglieder der Stadtverwaltung ließen es sich nicht nehmen, diese außergewöhnliche Premiere zu erleben.
„Es war harte Arbeit”, sagt Ingrid Ketzscher von den Mendener Grünen, „aber es hat sich gelohnt.” Mit Hilfe des Oesetalbahnvereins wurden alle Vorgaben erfüllt.
Eine Kooperation zwischen den Mendener Grünen, der Oesetalbahn und dem Bürgerverein Mendener Bahnhof machte aus der ersten Fahrt ein echtes Erlebnis. Der Mendener Bahnhof war kurzfristig durch das Aufstellen eines Maibaums aufgehübscht, die Unterführung (hoffentlich sehr) langfristig verschönt, ein Sektempfang sorgte für Feierstimmung und die Fahrt an sich war viel zu schnell vorbei.
Da an den Haltestellen Obsthof, Höcklingsen niemand zusteigen wollte, war der Zug ruckzuck in Hemer und wieder zurück in Menden.
Am 7. Mai starten Pendelfahrten, an denen sich alle Bürger, vielleicht am besten gruppenweise, beteiligen können.
Hier die Pressemitteilung der RSE Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH:
Landesbehörden geben grünes Licht
Das Landesverkehrsministerium NRW in Düsseldorf und die Landeseisenbahnaufsicht in Essen haben der Bonner RSE Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH grünes Licht zur Betriebsaufnahme auf der Eisenbahnstrecke Hemer – Menden gegeben.
Wie RSE-Geschäftsführer Rainer Bohnet berichtet, hat der Förderverein Oesetalbahn in Kooperation mit der RSE in den letzten Wochen die gesamte Strecke technisch und baulich wieder fit gemacht. Am letzten Montag wurde der sichere Zustand der Strecke von der Landeseisenbahnaufsicht vor Ort geprüft und für gut befunden.
Die Strecke kann mit einer Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h befahren werden. Sie steht allen zugelassenen Eisenbahnverkehrsunternehmen diskrimininierungsfrei zur Verfügung. Diese Diskriminierungsfreiheit wird seitens der Bundesnetzagentur in Bonn überwacht.
Der RSE liegen bisher mehrere Anfragen bzw. Bestellungen diverser Firmen und Vereine vor, die die Strecke mit Sonderzügen zur Landesgartenschau befahren möchten. Die Züge kommen zum Teil aus Essen, Dortmund und Bonn und sorgen für den umweltfreundlichen Transfer zur Landesgartenschau.
Weitere Trassenanfragen und -bestellungen nimmt die RSE ab sofort unter der E-Mail-Adresse fahrplan@rse-bonn.de entgegen. Die Zugangsbedingungen finden sich auf derInternetseite der RSE unter www.rse-bonn.de.















